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Energieberater: Mehr Gehör für die Praxis!

Datum: 06.03.2017

Die praxisnahe Expertise der Energieberater soll in der politischen Gestaltung mehr Gehör finden. Das forderte jetzt Jürgen Leppig, der Bundesvorsitzende des Energieberaterverbandes GIH. Bei der Umsetzung der Energiewende, die ja ein von der Politik gewolltes Ziel umsetzen soll, seien die Energieberater „ganz klar der Hauptakteur.“ Die KfW-Förderprogramme würden zum großen Teil, beim Programm „Effizient Bauen und Sanieren“ zum Beispiel zu einem Drittel von Mitgliedern der GIH umgesetzt. "Dieser hohe Anteil zeugt nicht nur von der Aktivität unserer Mitglieder, sondern belegt auch, dass unsere Energieberater die Bedürfnisse ihrer Kunden verstehen und die Fallstricke bei Förderprogrammen kennen", sagte Leppig. Die qualitativ hochwertige Arbeit der GIH-Berater sorge dafür, dass die meisten der vorgeschlagenen Maßnahmen verwirklicht werden. "Obwohl es das Berufsbild des Energieberaters erst seit 20 Jahren gibt, sind über die Hälfte unserer Berater schon über zehn Jahre am Markt tätig".

Blockade des neuen Gebäudeenergiegesetzes

Die Blockade der eigentlich für diesen Januar geplanten Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes durch den konservativen Flügel der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag sei das jüngste Beispiel dafür, dass an den Bedürfnissen der Eigentümer vorbei entschieden werde. „Eine Politik, die das Gelingen der Energiewende im Auge hat, muss umdenken und mehr auf die Praxis hören“, so Leppig. Die Meinung der weithin durch hohes Kundenvertrauen und fundierte Praxiserfahrung anerkannten Energieberater sollte bei politischen Weichenstellungen, bei der Gestaltung von Förderprogrammen oder Gesetzen zum Beispiel mehr Gewicht bekommen. Die Entwicklung sinnvoller Gesetzte fiele im Moment dem Wahlkampf zum Opfer.



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